Christen und Staatsmacht

22.11.2015 v. K. Jäger

Jetzt wird hier jedem falschen Christen das Maul gestopft: an Manfred R. u. a., die mich als „Lügner“ bezeichnen: sie alle haben den Mund zu voll genommen, Herren oder Damen !

Das Zitat aus dem Römerbrief, Kap. 13 :

“ Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.“

das alle Christen zur Unterwerfung unter jedwede Staatsmacht zwingen soll, ist in dem Begriff „Obrigkeit“ falsch übersetzt.

Der Begriff „Obrigkeiten“ ist falsch übersetzt, sofern man darunter Staatsmacht versteht. Vollkommen falsch übersetzt, im Interesse des Vaticans ! Und der ev. Amtskirchen !

Hier der Vers aus der King James Bible 1611 mit Strongs G Numbers, G für Greek:

„Let every G3956 soul G5590 be subject G5293 unto the higher G5242 powers. G1849 For G1063 there is G2076 no G3756 power G1849 but G1508 of G575 God: G2316 G1161 the powers G1849 that be G5607 are G1526 ordained G5021 of G5259 God. G2316“ Romans chap. 13.

higher G5242 = supreme, d.h. oberste
powers = Strong’s G1849 – exousia; The KJV translates Strongs G1849 in the following manner: power (69x), authority (29x), right (2x), liberty (1x), jurisdiction (1x), strength (1x).

Die oberste Autorität ist wer für Christen? Der Staat? Nein, sondern Gott der Allmächtige, bzw. Sein Sohn Jesus Christus, die EINS sind.

Meine Glaubensbruder Ulrich Rohmer schreibt in seiner Analyse des Römerbriefes:

„Seit ich Griechisch gelernt habe vor 34 Jahren und darin immer verständiger wurde, hat mich der Text in Römer 13 besonders interessiert, weil ich bis heute beim besten Willen nicht begriffen habe, mit welcher Rechtfertigung der paulinische Ausdruck in Vers 1 ἐξουσίαις ( Strong’s G1849 – exousia )
ὑπερεχούσαις im Deutschen staatliche Mächte heißt (Elberfeld);

Luther übersetzt Obrigkeit, die „Einheitsübersetzung der Bibel“ übersetzt mit „Träger der staatlichen Gewalt“ und die „Gute Nachricht Bibel“ mit „Träger der Staatsgewalt.“

Ich werde nun begründen, warum ich mich außerstande sehe, den Text in solcher Weise zu übersetzen: ich halte ihn schlicht für falsch. Freilich gedenke ich nun keinesfalls, an dieser Stelle eine erschöpfende Untersuchung zur Herkunft üblicher Übersetzungsverständnisse zu liefern – das ist vielleicht gar nicht nötig.

Immerhin wird der Kenner neutestamentlicher Schriften die alte Frage nach einem Gehorsam staatlichen Mächten gegenüber längst in sich bewegt haben, eben weil diese Frage in der Tat brennend war und ist, wenn man Jesus Christus kennt und nachfolgt.

Es gibt einige Referenzen im Neuen Testament, als Nachfolger Jesu mit staatlichen Behörden kollidierten, selbst die Begegnung Jesu mit Pilatus in den Evangelien spricht eine klare Sprache.

Das Neue Testament gipfelt dann im letzten Buch, der Johannesoffenbarung, in der eine staatliche Macht ganz und gar satanisch und dämonisch besetzt und auf Kollisionskurs mit den Jüngern und Nachfolgern Jesu ist.

Ist auch solche Obrigkeit, wie Luther Röm 13 übersetzt, von Gott, wo doch Johannes selbst den Satan am Werk sieht ???

Meines Erachtens hat das herkömmliche und überlieferte Verständnis von Röm 13 mit „Obrigkeit, u. Staatsmacht“ als von Gott verordneter Instanz einer Agenda gedient, die vom 4. Jahrhundert bis heute das Evangelium von Jesus Christus zur Religion eines Staates machte, in welcher dann Mittler und menschliche Stellvertreter Gottes die Freiheit Jesu verdrängten, der jedem Menschen freien und unmittelbaren Zugang zu Gott zusprach, ohne Priester, Päpste, Schriftgelehrte und Pharisäer überhaupt nötig zu haben.

Und Röm 13 in der herkömmlichen Übersetzungsmanier hat bis heute dieser Agenda gedient, gleichsam als Schriftbeweis.

Man lese nur als Beispiel die Geschichte von Kaiser Konstantin, als Bischöfe eingeladen waren, am Kaiserhof fortan zu speisen und die christliche Botschaft begonnen wurde, zu verraten:

http://www.theologe.de/kaiser-konstantin_kirche.htm.

Bis heute hat sich durch das herkömmliche und überlieferte Verständnis von Röm 13 ein schwerwiegendes weltliches Element in der Botschaft Jesu vom Reich Gottes, das nicht von dieser Welt ist, festgehakt und fordert Tribut, sogar unterstützt von Kirchen und Bischöfen, die gegebenenfalls nicht dagegen haben, bis heute nicht, wenn unbequeme Nachfolger Jesu staatlich verfolgt und eingesperrt werden, auch in psychiatrische Anstalten.

Bis heute werden in manchen Ländern Christen auch staatlich getötet und ermordet.

Diese unheimliche Agenda, in der Offenbarung des Johannes satanisch genannt, in der das Evangelium Jesu Christi, von Paulus und den Aposteln verkündet, von Menschen angenommen und geglaubt bis heute, mit staatlichen und irgendwie übergeordneten Behörden (neuerdings zum Beispiel die EU als übernationale Agentur) vermengt bleibt und kollidiert, spricht heute deutlicher als noch vor Jahren.

Und Röm 13 gilt als Beleg für die Richtigkeit des Unterfangens. Letztlich soll der Mensch Sklave bleiben, untertan einer höheren, aber gottlosen Agenda.

Der interessierte und mutige Leser möge bitte seine Augen und Sinne öffnen, damit er bereit sei, zu sehen, was seine Forschung zutage bringt: eine Neue Welt Ordnung (NWO). Eine Weltregierung, eine Weltarmee, ein Weltgerichtshof, eine
Weltreligion.

Hier sind zwei Videos über die Ankündigung einer genauso genannten Neuen Welt Ordnung:

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=_qOfDm9SzK0
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=AaSBJVNbiEY
und https://www.youtube.com/watch?v=WCXhQdfAGLE.

Kein Wunder, wenn auch der Papst sogar vor einem persönlichen Gottesverhältnis warnt:

Zitat des Papstes: „Es gibt Menschen, die behaupten, sie hätten eine persönliche, direkte, unmittelbare Beziehung mit Jesus Christus außerhalb der Gemeinschaft und der Mittlerschaft der Kirche. Das sind gefährliche und schädliche Versuchungen. Es sind, wie der große Paul VI. sagte, absurde Dichotomien…“ Zitat Ende.
Quelle:
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/audiences/2014/documents/papafrancesco_20140625_udienza-generale.html

Wenn schon ein Papst so spricht – wie werden erst Menschen sprechen, die vor lauter Ängstlichkeit gar nicht wagen, sich außerhalb einer Gemeinschaft zu positionieren, weil Gemeinschaft ihr unreflektierter Ersatzgott ist und staatliche Autorität, zumal noch in kirchlicher Anbindung, doch für uns denkt und schon weiß, was gut für uns ist?

So wirkt die Agenda, und Paulus soll ihr biblischer Zeuge sein: sie führt und hält Menschen in Sklaverei, in Vorschriften des Denkens, Glaubens und Sprechens, und alle werden apathisch, wenn einer leidet, um dann zu schweigen.

Die Agenda mit Paulus als vorgeblichen Zeugen betrifft nicht das Evangelium Jesu Christi.

In dieser Linie sehe ich die Fehlübersetzung von Röm 13, welche sich bis heute in unzählige Geister und Seelen von Gläubigen eingenistet hat, um sie bereit zu machen für einen geplanten Superstaat der NWO.

Ich rate dringend jedem Leser, dieses Phänomen genau zu studieren und seinen verdammten Fernseher aus dem Fenster zu werfen, damit er dazu Zeit finde, anstatt mit geisttötendem Schwachsinn zugedröhnt und hypnotisiert zu werden!

Allerdings ist des Menschen forcierte und offensichtlich gewollte und totale Versklavung, wohlgemerkt angeblich biblisch unterstützt durch Paulus in Röm 13, nicht der Hauptgrund für schwere Zweifel an der Richtigkeit der bisher favorisierten Übersetzung eben jenes Textes.

Dazu bedarf es eines einfachen Verfahrens: einer Untersuchung über den Gebrauch des betreffenden Vokabulars durch Paulus selbst. Die Englishman´s beziehungsweise Strong´s Concordance sind hierbei ausgesprochen genaue Werkzeuge.

[Die Kings James Bible mit Strongs Concordance befindet sich hier:
https://www.blueletterbible.org/kjv/rom/13/1/ss1/s_1059001 ]

Πᾶσα ψυχὴ ἐξουσίαις ὑπερεχούσαις ὑποτασσέσθω (Vers 1).

Auf Blue Letter Bible kann man jedes einzelne, in der Bibel verwendete Wort u. seine Bedeutung im Englischen nachschlagen. ]

Man studiere zunächst den Gebrauch von Begriffen im Neuen Testament und bei Paulus und im zugeschriebenen Schriften selbst:
ψυχή:
http://biblehub.com/greek/5590.htm
ἐξουσία, ἐξουσίαις:
http://biblehub.com/greek/1849.htm
ὑπερέχω, ὑπερεχούσαις:
http://biblehub.com/greek/5242.htm
ὑποτάσσω, ὑποτασσέσθω:
http://biblehub.com/greek/5293.htm.

Ich bitte den Leser, mir freundlich zu verzeihen, dass ich diese Arbeit schon lange geleistet habe und hier nicht noch einmal durchführe. Das ist die notwendige Hausaufgabe des Lesers, und zwar nicht, um ihn zu ärgern, vielmehr aber ihn in die Thematik tiefer einzuführen, damit er selber sieht und zu urteilen vermag. Freilich ist es heutzutage bevorzugte Methode, nach Theologen zu blicken, die bestimmte Meinungen vertreten.

Hier ist zum Beispiel ein Text über Röm 13 von Thomas A. Seidel, der durchaus interessant zu lesen ist, aber offensichtlich gar nicht an der herkömmlichen Übersetzung zweifelt:

http://www.friedensseminar.de/download/Referat_09Fruejahr.pdf.

Um es kurz zusammenzufassen: ἐξουσία in den Evangelien ist die nichtweltliche Vollmacht Jesu, die mit Gott verbunden ist und die er auch auf seine Nachfolger übertragen kann und überträgt.

Paulus beruft sich auf die Vollmacht Jesu und spricht sie den Gläubigen zu. Aber
nie spricht er von stattlicher oder weltlicher Obrigkeit.

Der griechische Begriff bezeichnet Vollmacht und im weiteren Sinne Freiheit vor Gott.

ἐξουσίαις als Plural kommt nur noch in zwei Stellen vor. In Eph 3,10 geht es offensichtlich nicht um weltliche Obrigkeit. Einzig Tit 3,1 lässt die Übersetzung Obrigkeiten zu.

Das auf den Römerbrief zu übertragen, widerspricht der Logik des Paulus, wie wir gleich noch sehen werden. Der Römerbrief würde in seinem Verlauf und seiner Logik empfindlich gestört, würde Paulus mit ἐξουσίαις tatsächlich weltliche Obrigkeiten meinen. Die Logik des Titusbriefes ist eine andere.

An den anderen Stellen der nach Paulus genannten Texte im Neuen Testament wird ἐξουσία zwar auf weltliche Mächte angewendet, aber stets negativ. Nirgends wird von Unterwerfung gesprochen oder diese gefordert.

ὑπερεχούσαις ist nicht einfach der Gegenbegriff zu ὑποτασσέσθω. Ein hierarchischer Duktus ist nicht unbedingt gegeben, im herkömmlichen Sinn als übergeordnet oder überstehend zu übersetzen. Die einzig anderen paulinischen Stellen im Philipperbrief beschreiben kein hierarchisches Verständnis im Gebrauch des Verbs. Vielmehr erscheint hier die Bedeutung von unübertrefflich, unüberbietbar, überlegen.

Die Analyse von ὑποτασσέσθω wird ebenfalls offenbaren, dass Paulus das Verb nicht benutzt zur Aufforderung der Unterstellung unter eine weltliche oder staatliche Macht, sondern unter Gott, dem Gesetz, Heiligen, Propheten. Das Unterwerfungssubjekt ist keine Figur vor einer Sache, Ding, Staat oder Religion, sondern ein durch Jesus Christus und seinen Geist lebendig gewordener Mensch vor dem lebendigen Gott.“

Ich danke meinem Bruder Ulrich Rohmer für seine klaren Worte, denen ich mich anschließe. Der Christenmensch ist dem Staat so lange gehorsam, bis der Staat, bzw. die Obrigkeit keine Sünden zu Gesetzen macht u. nicht vom Christenmenschen verlangt, wider sein christliches Gewissen vor Gott zu handeln.

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